ein lustiges Wort, wenns einem zu so später und stiller Stunde in die Tasten rollt. Sie sind das Letzte und am schwierigsten zu stricken und können, wenns nicht hinhaut, den schönsten Pulli verderben. In der Unterschule brauchten wir Überärmel, aus Resten genäht, am Handgelenk und in der Mitte des Oberarms mit einem Gummizug versehen. Viele hatten Blümchenstoff, ich dunkelblauen Barchent, denn der Stoff mit Blümchen wurde in meiner Jugend knapp abgemessen. Ärmel sollen die Kinder nicht in den Teller hängen lassen und daran keinesfalls die Schnudernase abputzen. Manchmal nimmts einem den Ärmel rein. Das sagt man so, wenn man von etwas nicht mehr lassen kann – Mensch, Tier oder Sache.
Der Ärmel als Bild wird heute auch gerne von den ArbeitgeberInnen gebraucht. Sie können nämlich keine Stellen aus dem Ärmel schütteln, so gerne sie das täten, sorry. Aber gerade das ist es, was ich mir unter einer guten Betriebsleitung vorstelle: dass sie die Kunst des Aus-dem-Ärmel-Schüttelns versteht. Viele haben eben Mehl am Ärmel – nüt für unguet.
Und zum Schluss noch dieses Wort zum Freitag!