Foto: Susanne H., meine Nichte

Der Mond ist aufgegangen.
Ich, zwischen Hoff- und Hangen,
rühr an den Himmel nicht.
Was Jagen oder Yoga?
Ich zieh die Tintentoga
des Abends vor mein Angesicht.
Peter Rühmkorfs Variation auf ‹Abendlied› von Matthias Claudius, 1962
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In den vergangenen Tagen mochte ich mir kein Adventstürchen ausdenken. Alles schien mir einfach zu trist.
Wir brachten gerade eine Quarantäne zu Ende, bevor wir gleich in die nächste sausten. In den paar Stunden dazwischen kaufte ich mit meinem Schwiegersohn beim Förster einen prächtigen Weihnachtsbaum. Dieser steht jetzt auf meinem Balkon, und wahrscheinlich wird er erst an Silvester geschmückt werden können.

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Der Stern auf dem Dach, die Girlanden über den Eingangstüren, die Bäumchen und Sträucher, Reh, Hirsch, Rentier im Glöggliweg, der Tannenbaum im Tscharnergut und die Lichterstränge an den Balkomgeländern strahlen um die Wette. Trotzdem kommt bei mit kaum weihnächtliche Stimmung auf. Im TV schaue ich mir Filme an, in welchem kein Mensch weder eine Hygienemaske trägt, noch über sie spricht oder sie irgendwo vergessen hat. Das finde ich so schön, dass ich gar nicht auf den Inghalt achte .

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Sie versorgen jeden Tag Tausende von Menschen mit Informationen, warten und aktualisieren Datenbanken und Computersysteme, damit Wissen allen störungsfrei zugänglich wird, reden sich den Mund (durch Masken) wund, um Geld für dieses und jenes Sinnvolle, dringend Nötige zu beschaffen. Sie halten unzählige Projekte in Schwung, bringen chaotische Organisationen zur Übersicht, bilden sich und andere fort, kümmern sich um ihre Mitarbeiter*innen. Nicht von allen geliebt zu werden, hindert sie nicht daran, ihre Meinung zu vertreten.

Liebe Frauen aus meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, ich grüsse herzlich und danke euch kurz, denn zuhause wartet noch diese oder jene Arbeit auf euch.

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I bi i mim Läbe scho i mängem abglägne Egge gwohnt, ame Ort, wo sech Füchs u Hase guet Nacht säge, richtig im Gaggo usse, sozsäge im Gjät, sogar fasch z’Hingerfultige. O we me hunderti wurdi, lehrti me i dr chlyne Schwyz nid alli hingerwäldlerische Fläcke kenne. Äs git drvo vil zvil. Drum isch es schön u interessant, wen ni es Whatsappbild vo mire Fründin, ere gebürtige Bündnere u viersprachig, überchume. Si seit: „I ga uf ds Älpli“, we si i ihri Alphütte uf St. Antönie im Prättigou geit, stotzig obe höch über em Tal.

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Erinnerung an einen sonnigen Frühlingstag, den wir auf Anraten der Behörden mit dem nötigen Abstand draussen verbrachten:
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Wieder einmal ist es gefährlich, sich dort niederzulassen, wo gesungen wird. Wenn die 2 Jungkrähen bei mir im 16. Stock übernachten, lege ich morgens um viertel nach sechs eine CD nach meinem Geschmack in das altmodische Gerät auf dem Küchentablar. Heute waren es die Weihnachtslieder aus der Spendenaktion des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands SBV. Da das neue Gebot des Nichtsingens noch nicht so richtig greift, sangen wir alle drei ein bisschen mit.
Unsere Jüngste ist mir ihrer Mutter in der Quarantäne. (Eine der Lehrerinnen in der Basisstufe hat – ich mag das Wort nicht schreiben – und nun muss die ganze Klasse 10 Tage daheim bleiben. Das gibt für mindestens 20 Familien ein organisatorisches Problem.
Auf die Dauer nimmt die Situation einem schon die Lebensfreude. So konnte ich mich bis jetz noch nicht aufraffen, einen kleinen Adventsbeitrag zu schreiben. Immerhin öffnete ich die drei letzten Törchen an meinem Kreidolf-Adventskalender und taute den Kühlschrank ab.

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Gegen neun Uhr vormittags gelang es ihnen, ihr Vehikel mit Winken und Lächeln bei Valence auf den „Trail du Soleil“ einzufädeln. Dicht an dicht standen die vollbepackten Wagen. Die Pferde schnaubten und tänzelten, die vorgetäuschte Ruhe der Kutscher*innen entging den „gspürigen“ Tieren nicht. Die ganze Welt nördlich des Departements Drôme drängte südwärts, wie der Fluss, dem Meer entgegen.
Nun galt es, Nerven und Zügel zu behalten und sich von Rechtsüberholern (männlich) in sportlichen Gefährten nicht irritieren zu lassen und im Treck zu bleiben.

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Auf ihrem Weg zur Arbeit in die Berner Altstadt schickte mir Caroline B. am 19. November ein paar frühmorgendliche Impressionen. Zu welchem Buch ich dann griff? Ganz klar zu Le Carrés „Dame, König, As, Spion“. (Für mich lange Jahre eine der besten Liebesgeschichten.)

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Diese Zettel hängen im Korridor eines Schulhauses in Bern West.
In einer Fremdsprache schreiben die Schüler*innen der Ganztagesschule auf, was sie nervt (3./4. Klasse).
Liebe Kinder, wie gut ich euch verstehe. Das alles würde mich auch mega stressen!

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Der Hausmeister kaufte in der Berner Leinenweberei neue Handtücher für die Waschküche. (Er schwört auf Qualität und dessinmässig auf Tradition).

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Abends hing Mamoun meistens im „Ombra“ herum und hielt erfolgreich Ausschau nach einsamen Herzen. Seine Kindheit hatte er im südliche Atlas hinter sich gebracht, einem trocken zerklüfteten Gebiet, jedem kleinsten grünen Hälmchen feindlich gesinnt.
Nachdem die holländische Familie, welche ihn als Mädchen Bübchen für alles in ihre Genfer Villa mitgenommen hatte, ohne ihn weiter gezogen war, fand er in Bern ein paar magrebinische Landsleute, über die er bald alles wusste: wer mit wem, wann, wo warum und so. Abends im „Ombra“ wurde Mamoun umringt von hellhäutigen Bärnermeitschi, welche eifrig ihr Schulfränzösich an diesem blendend aussehenden jungen Mann ausprobierten. Solch exotische Männer waren anfangs der Sechzigerjahre in der Bundesstadt rar und all die Einwanderungverhinderungsinitiativen noch nicht angedacht.
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Brot, Speck und Wein

Brot, Speck und Wein am 15e

Während die Jungen den 14e Juillet ausschlafen, treffen sich die Alten zum camarguaisischen Frühstück auf dem Place des Gitans. Sie stellen Tische auf, laden einen Korb mit hundert Baguetten, Bleche mit Ententerrine und Pakete mit Speckscheiben aus dem angerosteten Citroen. Aus einer Kiste werden dürre Rebstöcke auf den Grill geschichtet. Emsig legen die Frauen Speckscheiben auf Bratgitter, während der Wein als Morgentrunk in die Becher plätschert. Der „Tätschmeister“ schlitzt gekonnt die Brotstangen auf, schneidet grosszügige Portionen, damit Pastete und Speck dazwischen geklemmt werden können. Isst jemand kein Fleisch? „Rien que päng“ geht nicht. Er bringt den nicht Fleischigen Käse. Nehmt Wein. Die Kirchenglocken bimmeln, die Alten stellen ihre Drahtesel, bejahrt wie die Besitzer, an die Stämme der Platanen, scherzen und lachen, wieder einmal ein Nationalfeiertag vorbei und sie sind noch munter, schwitzen nicht einmal trotz der aufsteigenden Mittagshize, trotz Wein, Speck und fetter Pastete.
Das angekündigte Dressurreiten fällt aus. Pferde und Reiterinnen wären munter, aber die Männer müssen noch ausschlafen.

Grande Roussataio

Beim Grande Roussataio am frühen Nachmittag werden sie wieder sicher im Sattel sitzen und zur Freude der Touristen die Herden der jungen Pferde, Stuten und Fohlen durch die Strassen des Städtchens führen.

Meine ältere Tochter war längst ausgezogen. Ihre zu kleinen Doc Martens standen noch im Schuhschrank und wurden von mir mütterlichwehmütig jahrelang regelmässig abgestaubt. Irgendwann passten sie dann wieder jemandem. Bis vor einigen Tagen dachte ich nicht mehr an dieses Schuhwerk, welches anfangs der Achziger die urbane Jugend begeisterte. Ich nannte diese schwarzen gelb rahmengenähten Klötze „Troglodyten“, obwohl sie in Gösse 35 eigentlich herzig aussahen. Docs seien das Beste, gerade für Open Air Konzerte, liess ich ich mich belehren.
Nun schlendere ich, wie andere Touristen auch, durch Haight-Aspery, allerdings ohne die Hippy-Nachfahren mit Gitarren, Trommeln, Hunden, gewobenen Taschen, Skateboards, einige mit Bettelschildern für die Rückreise in ihre Heimat, zu fotografieren. Shops mit indischen Kleidern, tibetischen Gebetsfahnen, Gestricktem aus Lamawolle und hundert Sorten Räucherstäbchen riechen so wie vor fünfzig Jahren. In diesem Quartier gibts Läden mit Biogemüse und Biobrot und wer mag, kann sich auf kleinem Raum um die ganze Welt essen. Im Second Hand Shop „Wasteland“, schiebt man stundenlang Kleiderbügel, um eventuell auf ein exklusives Markenstück zu stossen. 2nd, female verlässt den Laden mit einem Paar Ferragamo-Pumps und einem handrollierten Seidenfoulard.
Total begeistert bin ich vom Dr. Martens Store – englisch eingerichtet mit schweren Ledersesseln auf geöltem Dielenboden – und darüber, dass mein Enkel in kurzer Zeit seine Wunsch-Schuhe findet. Auch in dieser Generation scheints noch das Beste für Open Air Konzerte in Schlamm und Gedränge zu sein. Seit meinem letzten Kontakt hat sich das Dr. Martens Sortiment unglaublich erweitert. Von „Troglodyten“ kann keine Rede mehr sein, gibt es die Schuhe doch in Lackleder jeglicher Farbe, genietet, geblümt, vergoldet, genoppt, aber immer gelb rahmengenäht.
Leuten, die sich schwer tun mit neuen Schuhen, empfehle ich diejenigen mit der lebenslangen Garantie!

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Gebogen
Beim Haare waschen kleben nie mehr nasse Duschvorhänge an den Ellenbogen

Hier fragt man nicht nach einer Toilette oder einem WC, diese Lokalitäten heissen „Restroom“ und sind, ob im Hyatt oder in einer Imbissbude an der Strasse, peinlich sauber. Man wird gebeten, es dem Personal zu melden, falls dieser Room irgendwelche attention brauche. Die unhygienische Klobürste gibt es nicht, da sich die Kloschüssel nach dem Spülen wieder zur Hälfte mit Wasser füllt. Über dem Lavabo steht in Englisch und Spanisch, dass es eine gesetzliche Vorschrift sei, Hände und Unterarme vor dem Kontakt mit Lebensmitteln gründlich zu waschen. Für den neuen Hotelgast wird das erste Blatt einer angefangenen Klopapierrolle zu einer Spitze gefaltet. Elizabeth im Best Western an der Prismo Beach macht aus dem ersten Blatt ein Täschchen und steckt ein anderes harmonikaartig gefaltet rein. (Foto folgt später.)
Gerade putzen drei Männer an Seilen hängend die Fenster im 21. Stockwerk, während zwei andere das Glasdach auf dem Gebäude gegenüber mit Bürsten an langen Stangen schrubben. Mühsam ist dem Mövenschiss auf den Balkonen, den Pools und Gartenwegen der Hotels an der Küste beizukommen. Mir scheint, dass diese Arbeiten hauptsächlich von Mexikanern gemacht werden.
Falls Sie einmal in der Gegend von Oxnard Hunger verspüren sollten, suchen Sie zwischen all den Sunkist-Verpackunsanlagen das A-Buger. Hier gibts die beste heisse Apfeltasche in einer Tüte, auf welche“Hot“ geschrieben wird, mit Extraservietten. Das Lokal wird hauptsächlich von den Arbeitern auf den riesigen Früche- und Gemüsefarmen besucht.
Alles ist blitzblank, und man wird mit dem Vornamen aufgerufen, wenn das Essen fertig ist. „Enjoy!“

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Die frühen Vögel an der Marina
Die Marina zu früher Sonntagmorgenstunde noch kühl und mit
wenig Prominenz

Man weiss es ja von den Filmen, was die Leute in Los Angeles am Sonntag so tun. Von meinem Balkon aus sehe ich, dass der beste Platz unter den Palmen am Strand schon von der Familie Brangelina besetzt ist. Die Kinder tollen im Wasser, fangen etwas. Whoopi Goldberg in grauem Schlabberpulli führt einen schwarzen Spitz an der Leine. Eben parken einige langbeinige Frauen in knappen Overalls ihren Wagen, packen Bretter und Paddel aus und staken an Brads Yacht vorbei dem Pazific zu. Ich meine, es ist Yangzom Brauen mit ihren Freundinnen. Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Rod Steiger mit seinem Pick-up den Strand desinfiziert. Bette Midler radelt auf einem Klappvelo vorbei, im Körbchen an der Lenkstange sitzen ihre Pudelchen Blacky und Whity. Einsam mit Ruckack und Safarishorts stapft Russell durch den Sand und verschwindet zwischen den Feuerbüschen. Ein fürsorglicher Papa zeigt seinen Töchtern, wie man den Florettseidenbaum im Hotelpark erklettert und tritt mit ihnen in die Blumenrabatten, damit sie die Calla besser berühren können. Der botanische Vater ist Mel Gibson, heute mit Hornbrille. Ich könnte noch lange von meinem Balkon aus dem Leben unter mir zu sehen, aber es klopft. Eine herzige Krankenschwester mit Stift und Block fragt: „Duidtaus?“ Klar, Sie hätten gleich gewusst, dass die Frau Bestellungen für frische Handtücher aufnimmt, aber mir musste sie zuerst eines vor der Nase schwenken, und das so etwas von elegant, filmreif eben!

Viel Platz fürs Rad
Noch ist viel Platz für allerlei Räder an der Venice Beach.

Venice Beach, von meinem iPhone aus geschrieben

Schokolade, Meringue, Caramel, Rahm, Kokosmandelnougatsplitter

Da ich selbst auch keine schlanke Gerte bin, habe ich mir vorgenommen, nichts über die amerikanischen Übergrössen bei Menschen zu schreiben. (Andere haben das bereits getan. Z.B.: Altmann, Andreas: Im Land der Freien, Köln: DuMont, 2010)
Die Portionen in den Gaststätten an der Strasse sind riesig, er wird nicht „gschmürzelet“. Gebäck kann gut die Grösse eines Kinderkopfes erreichen. Obwohl auf einem Schildchen dann etwa „To share“ steht, wird selten geteilt. Es ist aber kein Problem, für die Heidelbeerglace in einer mittgrossen Platte zusätzliche Löffel zu bekommen. Auch das Wagenrad von Thunfischsandwich wird auf Wunsch schon in der Kücher zerteilt. Zur Sicherheit wird dann mindestens einmal nachgefragt, ob man wirklich trotz dieser Teilerei satt geworden sei. Getränke werden meist in Halbliterbechern oder -gläsern mit sehr viel Eis serviert, auch wenns draussen schneit und die Temperaturen unter Null sinken. Hier in Utah trinkt man mit Strohhalm aus richtigen altmodischen Einmachgläsern.
Ich bin vor allem begeistert von den Kartoffeln. Es gibt da die Sorte Idaho Red, die ist so etwas von fein. Wenn einem die Navajo-Frau eine fein geraffelte Rösti aus Idaho Red macht (das ist einheimisch und nicht etwa ein Sonderwunsch meinerseits), dazu zwei Spiegeleier sunny side up, da könnte man anschliessend in den Truck steigen und Meilen weit durch die Wüste fahren mit ein bisschen Terry Allen im Ohr.

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Restroom im Adobe
Der stille Ort im Lehmziegelhaus von Denise, Las Cruzes

Vor dem Klohäuschen (Restroom) an der I-10 verweilt man gerne. In den Rabatten blühen Petunien, rote Rosen, Yukkas und Rosmarinbüsche. Sogar die Glasscheiben der Infotafeln sind blitzblank. Gibt es hier wirklich noch die Todesstrafe, bei diesen freundlichen Menschen, die sich über unseren Besuch ehrlich freuen, Insidertipps geben, uns nie auf irgendwelche Bankenskandale ansprechen?
Bei El Paso verlassen wir Texas und sind in New Mexico. Im Dorf Mesilla suchen wir den Buchladen von Denise Chavez, einer Freundin von Verena in Marfa. Die steigenden Mieten – immer mehr Reiche ziehen auf den „kleinen Hügel“ – vertreiben die Alteingesessenen aus dem historischen Künstlerstädtchen. Joyce weiss nicht, ob sie ihr „Joyce’s Cafe“ halten kann oder deshalb auch weg ziehen muss, so wie Denise vor einigen Monaten mit ihrem Buchladen.
Wir finden die Buchhändlerin, Autorin und Theaterfrau im alten Teil von Las Cruces. Die Tür ihres Hauses in mexikanischem Stil steht offen. „Bitte, tretet ein, nur herein, ich bin am Schreiben, kommt nur, kommt!“ Die Schriftstellerin lädt uns ein, das ganze Haus anzuschauen, Kaffee und Saft zu trinken, natürlich in den Bücherregalen zu stöbern, die sich selbst in Küche und Bad befinden. An den Wänden hängen Werke ihres Mannes, des Fotografen Daniel Zolinsky. Denise freut sich sehr über unseren Besuch in ihrer „Casa Camino Real“, bedauert, dass wir nicht zum Border Book Festival bleiben können, das sie jedes Jahr in Las Cruces organisiert. Mit unglaublichem Teperament erzählt Denise von ihren neu entdeckten Talenten in Musik, Film, Literatur, Tanz und Theater. Alle Volksgruppen aus dem kulturellen Camino Real zwischen Mexiko und Santa Fe sollen sich am Festival einbringen können.

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Erklärung zum letzten Beitrag „Westwärts“, der einigen LeserInnen Rätsel aufgab:

Sonntag an der Galveston Bay, Texas
Sonntag an der Galveston Bay, Texas

Es ist schon einige Tage her, seit ich meine winterweissen Beine an der Galveston Bay sonnte, sie ein bisschen in Wellen aus dem Golf von Mexico schwadderte, mich dann in den warmen Sand setzte, wo die texanischen Mütter unter improvisierten Sonnensegeln aus Kühlboxen Essen verteilten, wovon auch die Möven etwas ab bekamen.
Und wo nächtigt frau nach dem Ausflug an den Strand? Am liebsten im Hyatt Regency Houston, im 20. Stockwerk mit Blick auf Wolkenkratzer, die sich in Wolkenkratzern spiegeln.
Schon bald gehts raus aus der geschäftigen sauber geputzten Stadt Richtung Weimar, wo die Zimtschnecken und Beerenkuchen noch elsässisch schmecken und die alt Eingesessenen nicht unbedingt begeistert sind, dass die Zuwanderer in ihre Käffer eine andere Hautfarbe haben als sie.
Nach einer Fahrt vorbei an vielen, vielen Viehzäunen, Fahnen und Kirchen kommen wir nach Castroville. Auch hier gibts noch Elsass.

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