… dazu hätte ich gerne etwas Schönes geschrieben, eventuell eine verdienstvolle Frau vorgestellt, wie die Pauline Zimmerli-Bäurlin oder meine Mutter, aber nun ist der Tag bald vorbei.
Die 83jährige Magd, genannt „Fräulein“, putzt gerade die Messingklinken im Herrenhaus, bis sie schön glänzen. Vorher hatte sie ihrer Herrin auch einen neuen Knopf an den Ledermantel genäht und die hauchdünnen Tassen abgewaschen. „Frauentag, was soll das Neumodisches sein?“
Heute ist, nach vielen Monaten Warten auf eine Antwort, mein neuer grosser Bildschirm von meiner Vorgesetzten, Frauenstimmrechtskämpferin der ersten Stunde, – schwupsdiwups – genehmigt worden, nachdem ein Mann die Anfrage vorgebracht hat!
Ich möchte, unbescheiden, jeden Tag einen Frauentag …