La Lune


(Programmvorschau Nord Süd Verlag, Herbst 2020)

Weil dieses Jahr keine herkömmliche Frankfurter Buchmesse stattfinden kann, ein kurzer, dankbarer Blick zurück auf herrliche Oktobertage mit Büchernärrinnen, Tausenden von Neuerscheinungen, „Berühmtheiten“ ganz aus der Nähe, Gespräche und ein Glas Wein mit VerlegerInnen, müden Füssen, matschigen Sandwiches, Übernachten im Hotel Central in Wiesbaden im Mobiliar der 40er-Jahre, den feinen Schrippen neben Gummibäumen und Usambaraveilchen und – Zeiten vor dem Internet – den bleischweren Koffern voll mit Verlagsvorschauen für unsere Buchhandelskundinnen, die wir mit letzter Kraft in die Schweiz schleppten. Und nicht zu vergessen, die Deutsche Bundesbahn, die Garantie für die tollsten Abenteuer auf Schienen.

… sagt Baldula das Gespenst zu den Kindern:
„Dank euch habe ich grossen Spass gehabt bei König Babar. Aber ich muss schon sagen, dieses aufregende Leben ermüdet mich. Ich kehre nun auf mein Schloss zurück.“

Babar

Aus: De Brunhoff, Laurent: Babar und das Gespenst, Diogenes 1981

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Sternennacht

Seit seiner Ankunft in Arles am 8. Februar 1888 kreisen Van Goghs Gedanken ständig um den „Nachteffekt“. Im April 1888 schreibt er seinem Bruder Theo: „Ich brauche eine Sternennacht mit Zypressen oder vielleicht über einem reifen Weizenfeld“. Im Juni äußert er dem Maler Emile Bernard gegenüber: „Wann werde ich endlich diesen Sternenhimmel machen, an den ich immer denken muss?“ und im September schreibt er seiner Schwester: „Es will mir oft scheinen, dass die Nacht noch farbiger ist, als der „Tag“. Im gleichen Monat verwirklicht er dann endlich das Projekt, das ihn schon so lange verfolgt.

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rusalka

Silberner Mond du am Himmelszelt,
strahlst auf uns nieder voll Liebe.
Still schwebst du über Wald und Feld,
blickst auf der Menschheit Getriebe.

Aus: Rusalka – Lyrisches Märchen von Antonin Dvořák.
Aufgeführt 2017/2018 in der Oper Leipzig
Rusalka: Olena Tokar
Foto: Kirsten Nijhof 2017

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… in dieser sonderbaren Zeit.
Letztes Wochenende las ich in der Zeitung, dass „die Alten ab Montag wieder am sozialen Leben teilnehmen dürfen, natürlich mit den gegebenen Vorsichtsmassnahmen“. Merci vielmal, ihr Erlauber, aber auf Kommando ist das gar nicht so einfach. Für die Tramfahrt zur Dentalhygienikerin – seit Jahren am selben Ort direkt an meiner ÖV-Linie – hielt ich im Fahrplan nach Hindernissen Ausschau wie Baustellen, Unterbruch der Geleise oder Verschiebungen der Haltestelle.
Die Zähne waren sehr gut und bald auch blitzsauber. Ohne den traditionellen Zwischenhalt in der Buchhandlung strebte ich gleich nach der Behandlung meinem heimischen Quartier zu, ein bisschen erschrocken über den Ausflug ennet die Kirchenfeldbrücke.

Anfangs der Woche schien der Mond schon wieder hell auf mein Bett. Heute verbirgt er sich voll hinter den regenschweren Wolken.

Zum zauberhaften Animationsfilm, von dem ich leider nur den Trailer veröffentlichen darf:

Marooned tells the story of a cantankerous and selfish robot named C-0R13. Stranded on an abandoned lunar outpost, C-0R13 longs to return to Earth. With a partially built ship and his last power source, this determined robot will stop at nothing to achieve his goal. When C-0R13 accidentally stumbles on a deactivated robot named A-L1C1A, his character and his mission are put to the test when his naive little friend helps him learn what it truly means to be selfless.

Text: AWN.com

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… Und Grossmutter? Sie habe immer weggewollt, sagte sie, zu aufwendig sei es, hier Landwirtschaft zu betreiben. „Irgendwohin, wo die Weiden und Äcker flach sind.“ Und schmunzelnd fügte sie jeweils an: „Warum nicht nach Russland – oder Schaffhausen?“ […]
Sie begann, Gedichte zu schreiben. Immer des Nachts, wenn die Arbeit ruhte. Gedichte über ihren Vater, ihre Mutter, über das Leben in den engen Gassen von Albinen, über eine Geburt, eine Beerdigung […]
und über den Mond, der ihr Trost und Kraft spendete.

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Pitschi

Bild aus: Fischer, Hans (fis):
Pitschi – Das Kätzchen, das immer etwas anderes wollte.
Eine traurige Geschichte, die aber gut aufhört. Wolfsbergdrucke, Zürich 1948

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Eindrücklicher Terence Stamp mit Lullabye aus *Unfinished Song, 2012.

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vollmond im Februar

„Keine Ahnung, wieso ich darauf komme, aber glaubst du, Miraculix, dass es ausserhalb der Erde auch Leben gibt?“
„Die Antwort ist irgendwo da draussen, Asterix.“

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The visitors

Bild von Lindy Norton

Wolfsmond nennen die Algonkin den Jauar-Vollmond, lese ich, während Wolken den Blassen überfahren und aus dem angekündigten Himmelsspektakel trotz weitem Herauslehnen aus dem Fenster nichts wird.
(Nichts-Werden trotz Ankündigung ist in anderen Situationen erwünscht!)

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