In den 90er Jahren wurde in der Stadt Bern besonders viel geküsst. Das lag daran, dass wir eine Gemeinderätin hatten, die beinahe allen – linksrechtslinks vor das Ohr – einen Kuss verpasste. Durch ihren legendären Mann kannte sie Krethi und Plethi, und gehörte man bei irgendeiner Gelegenheit zu ihrer Entourage, ging das Geküsse los. Man wurde von den fremdesten Frauen und Männern geküsst. Einige unterbrachen dabei ihren Redeschwall vor meiner Nase nur kurz. Heute muss ich natürlich schmunzeln, wenn ich an diese aufgezwungene Nähe denke. Ich habe keine Ahnung, ob solche Kusskultur im jetzigen Gemeinderat weiter gepflegt wird. So oder so machen sich Berner und Bernerinnen in Erwartung der nahenden Schweinegrippe über neue Begrüssungsrituale Gedanken. Mein Bürokollege trägt in einer extra seitlich auf die Hosenbeine genähten Tasche ein Metermass bei sich. Ein Familienmitglied ist überzeugt, dass man grussmässig das Rad nicht neu erfinden werde und z.B. mit dem ausgestreckten rechten Arm der vom BAG empfohlene Abstand … Nein!!
Das Notszenario in meinem Betrieb steht, die Hygienemasken, drei pro Tag und Person, sind bestellt. Wenn wir Informationsflut zur Schweinegrippe überleben, haben wir noch eine Chance, davonzukommen und halt wieder geküsst zu werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Frau Whurf einen Fegkessel voll Wasser übers Geländer schmeisst. Wenn sich der Schaum auf dem Ablaufgitter des Balkons türmt und sie ihm nicht mehr Herr Frau wird – schwupp – platscht und flöckelt das Putzwasser auf den Sitzplatz des Mieters im Parterre. Dieser werklet in seiner Freizeit gerne an seinen Velos und wird über einen solchen Guss oberstsauer.
Das Wohnen in ebenerdigen Wohnungen, so schön im Grünen sie auch sein mögen, erfordert starke Nerven und ist nicht ungefährlich. Wie bei den Berner Brücken hat man schon über Auffangnetzte nachgedacht. Allerdings nimmt man an, dass diese dann innert Kürze mit Müll aufgefüllt würden. Das Schmutzwasser von Frau Whurf – sie stammt aus einer ganz anderen Kultur – würde den Velomechaniker auch durchs Netz treffen. In diesem Fall hat gutes und weniger gutes Zureden noch nichts gebracht. Ausgerollte Allwetterstoren bieten auch keinen zuverlässigen Schutz. Als ein stolzer Vater (aus einer anderen Kultur und in einem anderen Block!) die Rotkreuzkleider seiner Kinder erzürnt auf dem Balkongrill verbrannte, versengten die verwehten Kleiderfetzten die Parterrestoren. Es gab keine Verletzten, nur masslos Erzürnte.
Der Müll, jeden Tag zusammengewischt vom zuverlässigen Hausmeister, stammt allerdings aus allen Kulturen.

Also die Blöcke stehen noch, auch der neue Garten ist noch da. Seit unserer Rückkehr füllen wir Kaffeekrüge und Waschmaschinen gleichermassen und sind bald soweit und ganz aufgeräumt. Die Kinder – beim Grössten müssen wir das Wort schon fast in Anführungsstriche setzen – sind gern wieder daheim. Sie trommeln ihre Freunde zusammen, holen Legos und Weetos aus den Schränken und freuen sich, ihre Muttersprache zu sprechen und zu hören. Auf dem Spielplatz wurden beide Schaukeln gestohlen und die Bewohner, die vor den Ferien entsprechende Drohungen ausgestossen hatten, wurden bereits von der Hauswartsfrau zur Rede gestellt. (Sobald ein Spielplatz seinen Zweck erfüllt, ist er nicht mehr ruhig und macht sich Feinde.)

Wir gewöhnen uns alle langsam wieder Kleider und ein eiliges Tempo an und die Flip-Flops ab.

Für Block-Kinder, die sich Häuschen nicht gewöhnt sind, ist sogar die Umstellung auf ein Mobilehome gross. Es klingt ja alles anders da drin und darum herum so nah am Boden.

3rd, female war erst überrascht, beim Rauslehnen aus dem Fenster nicht gerügt zu werden. Sie drehte sich zu uns um und stellte trocken fest:

„Block höch, Hüsli nid höch. Bim Usegheie nid tot.“

Kraut am Stiel

Die Handys sind ausgestiegen, ebenso die Fotoapparate und die Elektronik des Autos, das Bein des Hockers im Wohnzimmer ist kaputt, die Zuglinie über Lyon in den Süden ist durch Baustellen unterbrochen, so dass Züge ausfallen oder sich um Stunden verspäten, ich habe zwei verschieden grosse Schuhe gekauft und es nicht bemerkt und Marwa, die mit uns in die Ferien fahren wollte, ist leider krank geworden. Soll man da überhaupt verreisen?
Wir versuchens.
Für die Balkonpflanzen ist gesorgt und der *Garten wird auch gegossen, wenn das der Regen nicht erledigt.
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Im Garten zwischen dem Schulhaus und nahe dem Heimathochhaus haben wir gestern den Geburtstag von 1st begangen.

Es war nass und lustig. Aber für die Pasta, den Braten und die Rüeblitorte haben wir uns dann doch von der Scholle verabschiedet und den Lift in nach Hause genommen.

Bluemlisalp

Heute winde ich meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen ein Kränzchen. In der Regel kommen sie in blogk nicht vor, auf keinen Fall ungefragt. Aber heute mache ich eine Ausnahme, denn sie haben mich zu meinem Geburtstag auf den Thunersee eingeladen. Auf der „Blümlisalp“, meinem Lieblingsschiff (Minititanic), ist eine Feierabendfahrt bei jedem Wetter wunderschön. Es gibt ein kurzes, heftiges Gewitter mit nervös blinkenden Warnlichtern dem Seeufer entlang. Der putzige Dampfer stampft tapfer von Merligen nach Spiez, schlägt dort etwas brüsk an den Landesteg. Aber schon in Hilterfingen lässt der Regen nach und die an der Ländte versammelten Trachtenfrauen und Alphornbläser jodeln und blasen übers aufgewühlte Wasser, bis sich der Wolkenhut über dem Niesen verzieht.
Touristen, die wir sind, bitten wir einen Passanten, von uns ein Foto zu machen. Der tut das lachend und gerne, denn wir hatten ihn erkannt und mit Namen angesprochen (Mathias Tromp, verlinkt am 12.09.2019), den früheren Politiker und Direktor der BLS.

Was einem so alles durch den Kopf geht, wenn der Tag lang ist. Man wundert sich, weshalb eine Erinnerung gerade jetzt auftaucht, weiss nicht, was den Anstoss dazu gegeben hat.
Vor zwei Tagen ging mir ein Paket nicht aus dem Sinn. Ich hatte, wahrscheinlich 1992, für eine Kundin das Buch „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ als Geschenk verpackt. Es solle speziell aussehen, das Päckli, denn sie wolle es einem Politiker zum Geburtstag schenken. Just hatte ich eine Zeitung zur Hand mit einem Bild des Prominenten, wie er mit der Fischrute in der Aare steht und seine Angel auswirft. Ich packte das Buch in dieses Zeitungsblatt, band ein silbernes Band darum und fertig war das Geschenk für einen Fliegenfischer.
Noch mehr wundere ich mich, als ich heute lese, dass der beliebte und volksnahe Politiker zu fernen Gewässern aufgebrochen ist. Hier auf der Erde hat er’s gut gemacht. Danke!

Die Woche ist noch jung und dennoch ist bereits ein Rekord geschlagen:

Vier lange Texte von mir publiziert mit Namen von anderen darunter: Zwei Vorgesetzte, ein externer Texter (!) und ein Gleichgestellter. Ich bin eigentlich eine Linienstelle und wohl einfach selber schuld. Weiss allerdings weder, was ich falsch gemacht habe, noch wie ich derlei in Zukunft vermeiden oder gar Rache üben soll.

Ihr Hirn sei nicht mehr gut, ruft die alte Frau – eine Migrantin aus der ehem. Tschechoslowakei – uns zu, als wir sie beim Spaziergang durch das Quartier überholen. Es bedürfe einer permanenten Überprüfung. Sie gehe laufend die Teile ihres Gehirns durch – sie beschreibt mit ihrer durchsichtigen Hand einen Kreis über ihrem weissen Haar – und ermittle, welcher Teil noch funktioniere. Die Diffential- und Integralrechnung, die sei noch ganz fest – sie krallt die dünnen Finger an ihren Hinterkopf – verankert. Aber die lateinischen Buchstaben, die seien weg. Sie könne nur noch gotische Schrift lesen, die, die sie nach dem zweiten Weltkrieg gelernt habe: „Für meine Enkelkinder bin ich eine An-al-pha-bet-in!“

Sie solle doch mit ihnen rechnen und zeichnen, das reiche bei Weitem, antworte ich. Ja, ja, im Zeichnen seien sie gut die Enkelkinder, sie dokumentierten damit gern die streitenden Eltern. Sie seien sehr genau im Zeichnen, man sehe, wie Vater und Mutter sich anschreien und die Mutter sei dabei „oben ohne“, aber sie finde das nicht unmoralisch. Auch die Zeichnung mit diesen Skalpen gefalle ihr. „Terrror“, das müsse sie immer wieder erklären, „das ist das Hauptwort. Und terrorisieren ist, was gemacht wird.“

Treppenhäuser, besonders hinunter in Keller und Tiefgarage, sind meistens nicht gerade die freundlichsten Orte. Herr und Frau Hauswart wollten das in unserem Block ändern. Nun hat die Verwaltung grünes Licht zum Streichen von Decken und Wänden gegeben. Häufig wird in diesen Fällen die Standartfarbe 90/10 verwendet. Der Vorschlag des Verwalters: Grün oder Gelb. Der Hauswart wollte kein Grün – zu trist in Räumen ohne Tageslicht, aber auch kein Dottergelb wie dasjenige der Post. Der Maler hat ein frisches Vanillegelb für die Wände gemischt und die Decken weiss gestrichen. Das sieht super aus, und man geht nun viel lieber in den Keller.

Die Gäste an den Gartentischen der „Harmonie“ tun so, als ob nichts wäre.
Dabei wird in ihrer unmittelbaren Nähe seit Stunden demonstriert.

Solidarität

Die Stimmen dringen bis weit hinunter in meine Gasse. So muss es
jetzt in Teheran sein, denke ich und bin erstaunt, auf dem Casinoplatz
dann nur ein kleines Grüppchen Iraner und Iranerinnen neben
einem Bild von Maryam Rajavi vorzufinden.

Demokratie!

Ein kleiner Junge filmt profimässig seine demonstrierenden Landsleute,
während eine Gruppe japanischer Touristen vergnügt knipst
und dabei den Anschluss an die Reiseleiterin verliert.
Und ich bin nicht klüger als damals vor dreissig Jahren,
als im Iran die Islamische Republik ausgerufen wurde
und mit einem Schlag alles nur noch „Khomeini“ war.

Dani war so ein liebernetterklugerbesonnenerjunger Mann, blond mit blauen Augen, hilfsbereit, ein schöner Gegensatz zu unserer Familie, alle schwarze Haare, schwarzäugig, aufbrausend. Als ich die Augenoperation hatte und nicht gut sehen konnte, hat er auf meine Medikamente farbige Punkte geklebt, damit ich wusste, welche Pillen ich zu welcher Tageszeit schlucken musste. Und was hab ich ihm alles gekocht, hier ein Pfännchen, dort ein Plättchen mit feinen Gewürzen und nicht mit Deckel drauf, wie bei ihm zu Hause, wo Eltern mit Geschäft jeden Tag Essen aus der Geschäftskantine essen. War der Junge glücklich und wie habe ich ihn geliebt, habe zugeschaut, wie er meine Tapas isst, bin daneben gestanden mit Küchentuch überm Arm!
Dann, plötzlich eines Tages aus heiterem Himmel fertig! Meine Tochter Nanette sagte: Mit Dani und mir ist es aus – Schluss.
Du gloubsch nid wie ha-n-i ggrännet, ha nume no ggrännet. Er war mein verlorener Sohn fünf Jahre lang. Meine Tochter war zornig, sie wollte von mir getröstet werden. Ich habe dann Danis Vater angerufen. Auch er war ganz niedergeschlagen und sagte:
Ohne Nanette fühle ich mich amputiert.

Nicht grössser als ein „Naselumpe“ muss ein Gärtchen oder ein Balkönchen sein, um darin und darauf zu grillen. „Brätle“ sagen wir dem. An diesem Wochenende bleibt kein Ofen Grill kalt und alle, alle frönen diesem höhlenmenschlichen Vergnügen.
Mit Kuchen, diversen präparierten Fleischstücken, einer mächtigen Schüssel Tabouleh und geleitet vom neuen „GPS“ (zum Üben), fahren wir in ein Dorf im Berner Mittelland. Meine Freundin hat vor drei Jahren, zusammen mit Mann, Tochter samt Enkelkindern die alte Dorfbäckerei gekauft. Im ehemaligen Tea Room ist jetzt das Wohnzimmer, der Laden mit den grossen Fenstern dient als Spielzimmer für die Grosskinder, auf der mit Reben umrankten Terrasse, wo früher die Gäste bei Kaffee und Kuchen sassen, steht eine Hollywoodschaukel.
Das absolute Prunkstück des Hauses, hervorgegangen aus hunderten von Arbeitsstunden in der Freizeit, ist der grosse Garten mit Bäumen, Sträuchern, einem Spielhaus und einem Planschbecken für die Kleinen. Grill, Bierfass und bodenständiges Buffet stehn im Schatten für die Gäste bereit. Zwei lange Butterzöpfe sind aufgeschnitten. Die zahlreichen Kinder spielen nach Herzenslust, lassen die Erwachsenen plaudern, und obwohl die Lehrerinnen und Lehrer sehr deutlich in der Überzahl sind, ist es ein vergnüglicher Abend.
So gesehen ein Abend wie in anderen Gärten auch.
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Die zweite Haut

Da sucht und sucht man nach einer Lösung, die allen gefällt, und auf einmal kommt Hilfe aus einer unerwarteten Ecke – der Haute Couture.
Das Kleine Schwarze Schwänchen passt zu vielen Gelegenheiten. Die Frauen der russischen Oligarchen sollen ganz vernarrt sein in die neue Schlichtheit.
Ganz klar darf die Zeitung, die immer dünner und blöder oberflächlicher wird, die fünftausendachthundertvierundneunzig Leserbriefe zu diesem Thema gerne noch abdrucken. Bundesrat Couchepin kann das Sommerloch unmöglich ganz alleine ausfüllen.

Übrigens: Den anderen Schwarzen Vogel hat man auch ausgeschafft in einer extra nur für ihn gecharterten Maschine nach Liberia.

„Samlet dr d’Bildli?“ werde ich an der Kasse des Orangen Riesen gefragt. Uninformiert nehme ich die beiden Briefchen, frage fussballbildchensammelgewohnt nach dem dazu gehörigen Sammelheft, bezahle etwas überrumpelt Fr. 5.- und darf ab jetzt mit Hugo, Nina und Tobi den Regenwald entdecken. Ist das nicht schön, wenn Kleinesmädchen und Kleinesbübchen den Südlichen Tamandua, die Harpyie und den Kleinen Igeltenrek kennen lernen und dadurch nie eine Aussteuer aus tropischen Hölzern kaufen werden? Inzwischen habe ich Nr. 53 (Rotaugenlaubfrosch) und Nr. 168 (Grosslibelle) im Dutzend.
Und so sieht mein Schutz für den Regenwald, wie bei tausend anderen, sammeljägerabfallmässig aus:

Schutz für den Regenwald

Problematisch kann für die Kassiererinnen die Ausgabe der Bildchen werden. Für den Einkauf von Fr. 20.- gibt es ein Päckchen. Wieviele gibts für Fr. 77.70?

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000968/100583442, 18.05.2009

Gerade habe ich den grossen Tisch im Wohnzimmer für sieben Personen gedeckt, den Kindersitz daneben abgewischt und einen frischen Essmantel draufgelegt. Ich habe die Kaffeemaschine geputzt, saubere Handtücher in Bad und Toilette aufgehängt und die Blumen auf dem Balkon gegossen. Denn der Montag ist „Familientag“, da kommen die Kinder und Enkelkinder zum Nachtessen. Dann schneide, stäble, zupfe, dämpfe, backe und rühre ich, obwohl ich bin wie meine Mutter, die keine leidenschaftliche Köchin war.
Neuerdings erhalte ich über den Orangen Riesen ein buntes Blatt „Saisonküche“ mit Rezepten, bei welchen man Produkte vom Riesen verarbeitet. Ich habe das Blatt abbestellt, da ich nie nach Rezepten koche und überflüssiges Papier vermeiden möchte. (Blogs über Kochen, schön Anrichten und Essen lese ich sehr gerne).
Der Orange Riese ist hartnäckig und schickt mir das Blatt weiterhin zu. Und ich verstehe mich selbst nicht mehr: letzthin kochte ich einen Gemüsecurry für meine vegetarischen Gäste und er war wunderbar. Sogar die angegebene Zubereitungszeit von 25 Minuten konnte ich einhalten.
Ob dieser „Erfolg“ nur Zufall ist, werde ich heute Abend sehen, wenn ich den Gemüsecurry für die Familie koche.

Zuhause

Mazedonier, Kurden Kosovaren, Libyer, Vietnamesen, Iraker, Türken veranstalten jedes Jahr ein grosses Teppichewaschen.
Einige Familien verbinden diese Reinigungsaktion damit, dass sie, oft über Nacht, auch gerade die Wohnung neu streichen.
Das ist in unserem Block ein grossens Problem, woran sich seit dreissig Jahren die gemeinsten, zum Glück nur verbalen, rassistischen Konflikte entzünden. Anfangs Sommer ist immer jemand am Waschen, seis in der Garage oder sogar auf dem Balkon, und immer wieder hängen Teppiche zum Trocken am Geländer neben dem Parkplatz. Die Hausordnung verbietet das Ablaufen von Schaumwasser von den Balkonen und auch das Wäschetrocknen ausserhalb des Trockenraumes. Um die Situation zu entschärfen, und einen Schritt näher an die „Rassismus freie Zone Bern“ heran zu kommen, hatte Frau Hauswart (Heilpädagogin) die Idee des bewilligten Teppiche-Waschtages. Die Hausverwaltung war einverstanden, das Datum wurde auf heute festgelegt und am Schwarzen Brett angekündigt.

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Veraltet

Bald werde ich diesen Telefon-Mercedes auf dem Arbeitstisch vorfinden.
Zu ihrem 175. Geburtstag wird meine Institution VoIP -technologisch aufgerüstet.
Allerdings wird am morgigen Geburtstagsfest, entgegen früheren Meldungen, kein Kabelsalat serviert.

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Seelenruhig steige ich beim Zytglogge ins Tram und habe nur ein paar kräftige Gurkensetzlinge im Kopf, die ich auf dem Bärenplatz kaufen will. Plötzlich habe ich den Ausweis einer Billettkontrolleurin unter der Nase. Mit geübtem Griff lange ich in mein Spezialtäschchen im Innentäschchen der Tasche, um mein Libero-Abi zu zücken. Aber da ist nichts ausser
dem Pass
der Postautomehrfahrtenkarte
der Visitenkarte meines Kundenberaters meiner Bank
der Kundenkarte meines Optikers für brillante Brillen
dem Mitgliederausweis meiner Partei
der europäischen Krankenversicherungskarte
dem Mitgliederausweis des Mieterinnenverbandes Kanton Bern
dem 10%-Rabatt-Ausweis für Künstlermaterial bei Farbwaren Schneider
dem Gönnerausweis der Rega
der Patientenkarte des Inselspitals
der Mobi24-Notrufkarte der Mobiliarversicherung
der Blutgruppenkarte
der Punkte-Sammelkarte meiner Apotheke (10 Stempel in Form einer Mistel geben Fr. 5.- Rabatt beim nächsten Einkauf)
der Spitex-Werbekarte mit den wichtigsten Telefonnummern der Stadt Bern auf einen Blick

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