Alles oder nichts


An Vorschlägen „damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt“ mangelt es im Moment nicht. Z.B. Unnützes Können aneignen: Fingerschnippen, ein Problem? Kein gutes Bauchgefühl, vielleicht hilft Bauchreden? Mitreden bei Herr der Ringe, lernen Sie Elbisch … (MMagazin, 03.2020)

(Unnützes Wissen zu erwerben war mir immer eine Freude. Ich meinte, hier schon mal etwas darüber geschrieben zu haben, stiess aber bei der Suche nur auf diesen alten Frühlingsbeitrag.)

Drei meiner Enkelkinder wohnen vier Stockwerke unter mir, das vierte (3rd, male) leistet seine Tag- und Nachtdienste in einer psychiatrischen Klinik. Alle Achtung und danke!!
Damit ich sie nicht noch mehr vermisse …

Orangen

…mache ich für die Jüngeren eine Znünibox parat: frische Orangenstücklein, auch mit getrockneten Birnenschnitzen oder Feigen.
Heute für jedes einen Bacio Perugina mit inliegendem Sinnspruch:

Wie wir fühlen, so wollen wir gehört werden
Es ist keine Freude etwas zu besitzen, ohne es zu teilen
Lebt für die Gegenwart, träumt für die Zukunft, lernt aus der Vergangenheit
Wahre Grösse wird durch Einfachheit ausgedrückt
Liebe ist die Weisheit des Narren und die Torheit des Weisen

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Ein eisiger Wind pfeift mir um die Ohren, als ich heute so gegen halb sieben vor das Haus trete.
Unbeschreiblich, nach sechs Tagen in der Wohnung wieder draussen zu sein! Die Fensterläden in der Reihenhaussiedlung sind noch geschlossen. Nicht mal ein Hund wird an diesem biesigen, grauen Tag ausgeführt. Abstand halten ist für mich so kein Problem. Ohne jemandem zu begegnen, bin ich nach ca. 170 Metern im Garten. Wie hatte ich ihn vermisst. Ich jäte, lockere hier und dort die Erde, verteile Kompost, decke das Beet mit den Kefen ab, um diese vor den Katzen zu schützen und ernte Nüsslersalat fürs Abendessen. Manchmal schlägt die Kirchenglocke ohne sonntägliches Läuten – sogar für mich als seltene Kirchengängerin ungewohnt und zusammen mit der Stille im Quartier bedrückend.
Es wird heller. Bei all dem „Grümschelen“ merkt nur mein Handy, wie kalt es ist und weigert sich, zu fotografieren. Nach drei Stunden mache ich mich auf den kurzen Heimweg. Die Frau mit dem kleinen Hund grüsse ich von Weitem. Im Lift drücke ich den Knopf mit dem Handschuh.
Zu Hause mache ich mir ein Frühstückzmittag wie es Frauen in meinem Bekanntenkreis und Alter scheint’s jeden Tag zum Kreuzworträtsel, der Zeitung, dem Sudoku essen: Brot, Butter, Käse, Müsli mit Joghurt, Frucht, ich ohne gekochtes Ei.
Dann wasche und rüste ich den Nüsslersalat, was etwas dauert und eher eine „Niveliarbeit“ ist.

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Im Nachhinein war’s wirklich, trotz allem, ein Glückstag.
Das fing schon mit der Post an. Die Golf Academie Aare in Zusammenarbeit mit meiner Bankkarte schrieb mir:
Sie sehen sich nach einer neuen Herausforderung, liebe Frau Blogk. Sie wartet auf Sie – auf unserem Rasen. Wir wecken Ihren Ehrgeiz mit einem ersten kleinen Wettkampf. Profitieren Sie vom Vorzugsangebot …
Dann kam noch eine Einladung von der Universitätsbibliothek zu einer Führung durch die neu gestaltete Bibliothek Medizin an der Baltzerstrasse.
Die Direktion lädt alle pensionierten MitarbeiterInnen am 18. Mai zu diesem Anlass mit Info-Apéero ein. (Inshallah…)

Am Vormittag lernte ich mit meinem Enkel eine NMG-Probe facetimemässig: Alte Eidgenossenschaft, Schlacht im Grauholz (Berner verlieren hochhaus gegen die Franzosen), Helvetische Republik, Wienerkongress, Schweizerische Eidgenossenschft, Mediationsakte… Gegen Mittag gab es dann eine Online-Verbindung zur Lehrerin, die der Reihe nach alle SchülerInnen mündlich prüfte. Auch für sie ist dieses Distance Learning ein Stress. Man sah gestern, wie ihr der Schweiss von der Stirne lief. Nächste Woche können wir alles schon etwas besser.

Nach dem Essen erhielt ich Besuch …

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Heute wird das „Schulzimmer“ zu Hause in Betrieb genommen.

Buero

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Zwiebelschalen für meine Ostereier habe sie dann parat, falls ich wieder färben würde, sagte meine Nachbarin aus der Wohnung mir gegenüber. Ich bin richtig gerührt über dieses Angebot. Dann führt sie mich auf den Balkon, auf welchem die Geranien und Kapkörbchen Knospen treiben. Pfefferminze und Astern wuchern in einem Topf. Hauswurz und eine rosa Zyklame zieren das Fensterbrett umkränzt von Hornveilchen und Glockenblumen. Seitdem der Hund gestorben sei, bekämen ihre Pflanzen noch mehr Zuwendung. Auch koche sie regelmässig für Kinder und Enkelkinder, altmodische Sachen wie Härdöpfelbitzli und Fotzelschnitten.
Ich schaue noch die gerahmten Hundefotos an – Prachtskerle, gross und mit glänzendem Fell, dazwischen zwei Dackelmischlinge, die Jagdhunde ihres Mannes. An der Wand gegenüber ein stimmungsvolles Waldfoto, Sonnenlicht durch Nadeln und Blätter auf Moosboden: „Ds Grebli vo mim Maa, är het’s so wölle ha.“ Der Pfarrer sei auch in den Wald mitgekommen und habe ein paar passende Worte gesagt. (So ist er, unsere Pfarrer. Er hört auf seine „Schafe“.)
Meine Nachbarin wartet auf ihre Freundinnen. Sie wollen zusammen Apfelküchlein backen. Die Vanillesauce steht schon zugedeckt bereit. Am besten schmecke sie noch lauwarm.

Am Freitagabend verbreitet sich im Block die Nachricht, dass die Orangen Riesen bald für einige Tage geschlossen würden. Ich finde keine entsprechende Nachricht im Netz, im Gegenteil, die Läden bleiben normal geöffnet, die Versorgung ist gewährleistet.

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Ein eigenartiger Titel: „Frauen Reserve“.
In dieser Datei lege ich Fotos von Frauen ab, die mir jemand geschickt hat oder die ich selber fotografierte. Früher hätte ich die Bilder in einer Schuhschachtel gesammelt, um sie bei Gelegenheit hervor zu holen und an die Frauen zu denken. Natürlich sind noch mehr in dieser „Schachtel“ aufbewahrt, damit sie nicht verloren gehen.
Im Laufe der Jahre habe ich schon viele hervorgeholt um sie hier im blogk zu veröffentlichen.

Erfreulich, dass immer neue dazu kommen.
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Endlich habe er eine sinnvolle Verwendung für den Schnaps gefunden, den er jeweils von den BewohnerInnen zum „Gutjahr“ erhalte, berichtet der Hausmeister. Täglich reinigt er mehrmals die Lifte mit Alkohol. Im Moment sei’s Kirschwasser, mit dem er Haltestangen, Bedienungsbretter und Wände abwische. So kommen die Geschenke wiederum allen MieterInnen zugute.

Die Menscheit zerknittere, las ich letzthin in der Zeitung. Bügeln sei die ödeste Hausarbeit. Trotzdem habe ich heute 36 Shirts, Blusen und etwas Tischwäsche geplättet und mir dazu einige Kapitel „Emma“ (Jane Austen) vorlesen lassen. Diese Woche hielten mich Ellis Orkanböen zeitweise im Haus, wo ich wieder mal einige Gläser Beerenkonfi einkochte (erfreulicherweise schwindet der Vorrat vom vergangenen Sommer stetig).

Kleinesmädchen wäscht Äpfel. Ich halbiere diese, entferne Kernhaus, Stiel und Fliege. Meine Helferin bekommt ein handliches, scharfes Messer und schneidet die Hälften in Stücke. Es dauert nicht lange bis meine grösste Pfanne gefüllt ist. Das gibt Apfelmus zum Einfrieren (Ergänzung zum Notvorrat).
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Es ist eine eigenartige Zeit …

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Eigentlich wollte ich heute ein Passevite kaufen. In der Haushaltabteilung, die den ganzen 4. Stock des Warenhauses einnimmt, fragte ich nach diesem Utensil. Es befinde sich am gegenüberliegenden Ende. Die Verkäuferin, durch meine Frage gestört im Gespräch mit einer Kollegin, spurtete los zwischen Gestellen und Tischen, hielt ungeduldig nach mir Ausschau, machte dann eine Armbewegung in die Runde: „Hier in Chromstahl“ und eilte davon. Ich bücke mich zu einem der untersten Tablare, öffne eine Schachtel mit einer Minilotte für Fr. 49.90 und schaue mir das Modell in Chromstahl durch seine Plastikverpackung an, Fr. 99.90. Das Warenhaus, welches einen schweren Stand gegen den Onlinehandel hat, verliess ich dann mit einem Paar schwarzen Lederhandschuhen (70% Rabatt). Ich zog sie gleich an, denn Handschuhe werden, wie Mützen und handgestrickte Schals, im Unterland immer überflüssiger.

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Edelweisse

Jedem auf dem Lebenspfad
Einen Freund zu Seite,
Ein zufriedenes Gemüte
Und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite.

Johann Peter Hebel, 1760-1826

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Die etwas durchhängenden Äste unseres diesjährigen Christbaumes gehöre zu seiner Art, ist meine jüngere Tochter überzeugt und hängt noch eine weitere rote Riesenkugel – Geschenk von der katholischen Tamilienfamilie – in die untersten Zweige. Ich befürchte, dass der Baum ganz einfach überladen ist und platziere Silberstern und -engel aus der Provence sorgfältig in die oberen Regionen. Nächstes Jahr müssten Saturn und Astronautin etwas näher beieinander sein, sowie die türkis Kugeln und der Delphin. Pilze, kleine und grosse werden am Baum verteilt, auch die munzigen Fliegenpilzchen, eine Erinnerung an Herrn Hirsiger, der mir nach dem Tod seiner Frau den Weihnachtsschmuck vererbt hat.
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Tscharni

Das isch es zuefälligs Föti, eis, wo ni gar nid ha wölle mache. Das Bild vom Tscharnerguet, däm Quartier visavi vo mim Block, isch am 10. Novämber öppis nach de Sibne am Abe uf mis Händy cho.
Im Louf vo de zwo letschte Wuche hani Liecht fotografiert, wo me i dene feischtere Tage dringend cha bruuche. Hie es paar Bischpil:
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„Grüessech, Frou M., kennet Dir mi no?“ fragt mich ein junger Denzel Whashington vor der Apotheke. Er freut sich sichtlich an meinem Stirnerunzeln. Er sei doch der Edi. Ja, nun sehe ich ihn auch, wie er unbeschwert von Buch, Heft und Schreibzeug zur Aufgabenstunde erscheint, immer lustig und clever jeder kleinsten Arbeit ausweichend. Er lacht, als ich ihm das sage. Immerhin kontrolliert er jetzt irgendwelche Heizungssysteme und denkt daran, noch an einer technischen Fachschule zu studieren.
Begegne ich meinen Ehemaligen, freue ich mich immer „henne“ zu hören, wie es ihnen und ihren Familien geht. Die meisten hatten durch Krieg und Flucht in ein unbekanntes Land einen unglaublich schweren Start ins Leben.

Heute ist wieder einmal ein Archivschachteltag.
Ich lese mich durch Kinderbriefe und schaue mir Zeichnungen an, die mir die Schülerinnen und Schüler die Jahre hindurch schenkten.
Hier Bilder zu drei wichtigen Themen in einem Kinderleben:
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Letzter Tag

Der letzte Tag der Saison.
Die Badeaufsicht trägt Faserpelz über dem neongelben Shirt. Das Badewasser ist kühl (17°). Der Grund, weshalb nur noch Frauen im Wasser zu sehen seien, läge darin, dass sie eine Fettschicht mehr hätten als Männer, meint meine Nachbarin. Nach einer halben Stunde schwimmen ist es 18° warm geworden, was nichts mit meinen Arm- und Beinschlägen zu tun habe, sondern mit den kurzen Sonnenblicken.
Wir sitzen auf der Terrasse des Restaurants und trinken Kaffee. Die Nachbarin erzählt mir von ihrem marokkanischen Schwager, der sich nie von seinem schweren Schlüsselbund trennt. Er schliesst alles ab, auch sämtliche Türen innerhalb des Hauses. Letzthin liess er vor die Haustür ein Eisengitter montieren. Das Eisen malte er in einer Goldfarbe an, die aber schon bald abzublättern begann. Trotz grösster Wachsamkeit können böse Buben kommen und etwas stehlen. Meine Nachbarin hat gute Erfahrungen damit gemacht, dass sie ihre Haustür nie verschliesst und sommers sogar sperangelweit geöffnet lässt.

Nach und nach verabschieden sich die alten Häsinnen von uns, tragen ihre Liegestühle und Badesachen nach Hause: „Einen guten Winter und hoffentlich auf nächsten Sommer – man weiss ja nie!“
Einige haben wir schon gehen sehen, einmal werden wir es sein, die nicht mehr kommen. So ein wenig wehmütig wird man schon an diesem letzten Tag der Saison.
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Vom Vortag

„Wir sind doch beide Brot von gestern“, begrüsse ich meine Nachbarin. Darüber muss sie sehr lachen.
Auf dem Weg ins Schwimmbad, inzwischen mit Wassertemperaturen zwischen 17 und 18 Grad, zählt sie mir die vielseitige Verwendung von altem Brot auf: leckere Apfelrösti, luftige Fotzelschnitten, Paniermehl, knusprige Croutons für Salate und Suppen …
„Soll das jetzt heissen, dass wir alten Frauen wie Apfelrösti, Fotzelschnitten Paniermehl und Croutons sind?“
„Ja, warum nicht? Vielleicht nicht mehr saftigluftigknackig, aber vielseitig.“
Rücklings lassen wir uns ins kalte Wasser fallen,

Sommerwolke

… schauen ein bisschen in den Himmel, machen die zehn Anpassungszüge, rühmen dann ein übers andere Mal, wieviel Platz wir zwei im Bassin haben und beklagen uns zum Spass über aufkommende Enge, sobald eine dritte Person ins Becken steigt.

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… Vollmondbild.

Der Link zu einem zauberhaften Mondbeitrag ist von hier.
Danke, Herr a.mores!

Die Coole

(Postkarte: leider keine Angaben zu UrheberIn)

Die abgebildete Coole ähnelt mir in keiner Weise!
Obwohl ich am Samstag früh den Frisiersalon mit flottem Haarschnitt (Fr. 108.-) verliess, war bereits ein paar Minuten später beim Marktstand mit Federkohl und Eichblattsalat nicht mehr viel davon zu sehen. Meine Frisur glich vielmehr den Lattichsetzlingen, deren dünne, zusammengeklebte, blasse Blätter in die Töpfchen hingen.

Heute Morgen gegen halb fünf fuhr ein kühler Windstoss durch die Wohnung – einfach wunderbar! Etwas weniger angenehm empfand ich die Staubfuseln, die sich an den Fussleisten sammelten. Putzen ist in diesen Tagen eine Qual, aber der Staubsauger steht bereit, falls ….
Das Bad ist, abgesehen von der kühlen Dusche, auch kein Vergnügen mehr, schwimmen doch so allerlei eklige Sachen im viel zu warmen Wasser. Wenn sich Haare um meinen Fingerring wickeln und Plaster um meine Nase schaukeln muss ich raus aus dem Weier.

Heute habe ich von Caroline B. u.a. ein einzigartiges Bierglas (Bild folgt später) samt Karte (oben), Bier und Feinem zum Knabber als verfrühtes Geburtstagsgeschenk erhalten – gosses MERCI!

Durchboxen

… nach Nägeln mit Köpfen!

Auf die Tische

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Nachmittag. Hungrig und mit nassen Federn flattern die Kleinkrähen bei mir herein. Feuchte Schuhe und Rucksäcke in die Ecke, Jacken an den Bügel. Bald sitzen sie um den runden Tisch in der Küche und bestreichen Brotschnitten grosszügig mit Butter und Quittenmus. Auf die beiden Grossen warten Englischwörtchen, kgV und ggT. Noch vor dem letzten Bissen ist Kleines Mädchen auf dem Küchenboden eingeschlafen. Ich trage das Kind in mein Bett. Im Wohnzimmer ist es aufffallend still. Sprach- und Mathematikbuch ruhen in den Tiefen der Schultaschen. Diejenigen, welche sie stören müssten, schlafen unter Kissen und Decken auf den Sofas. Draussen geht ein Regenschauer nieder.
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Auf dem früheren Feld „Blumen zum selber Schneiden“ sind die Neubauten seit Ostermontag um zwei Stockwerke gewachsen. Weiter ins Tal – von uns „Täli“ genannt – hinein und hinauf sind die Wiesen saftig grün. Neben Schafen und Katzen strecken schottische Hochlandrinder und schwarze Angus-Mutterkühe ihre Nasen ins Gras. Leichter Regen fällt, wir sagen dem „töiderle“.
Wie immer, wenn’s auf den Langen Berg geht, bleiben wir auch heute in der vorgeschriebenen Geschwindigkeit ein Verkehrshindernis. Ab und zu hält die Fahrerin deshalb an einer geeigneten Stelle an, damit die Pressierten überholen können. Auf der Höhe angekommen ist nichts mit Bergsicht. Schwere Wolken hängen über den schneebedeckten Graten.
Trotzdem ist heute der Tag, an welchem wir die Eltern-, Grosseltern-, Urgrosselterngräber bepflanzen.
Eeendlich!
Aschermittwoch, die Passionszeit, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern, Ostermontag, ja, sogar Muttertag blieben die Gräber ohne jegliche Blust.

Der Friedhof ist menschenleer und eine unerwartete Tristesse befällt mich, die nicht mit dem trübkaltnassen Wetter zusammenhängt. Immer mehr Gräber werden mit Zierkies und Ziersplitt zugeschüttet gestaltet. Trostlose Bienenwüsten. Krass könnte man sich fragen: „Wo gibt es für eine Biene einen besseren Platz zum Verhungern, als auf einem Friedhof?“
Ein alter Mann pflanzt einen Rosenstock auf ein Grab. Letzte Woche war er in Italien, erzählt er. Costa Ligura mit San Remo. Zum ersten Mal am und im Meer. Kalt, aber wunderbar.
Ja, jeder mache es dem anderen nach mit diesem „Grien“ auf den Gräbern. Das sei auch so mit dem Gras Mähen. „Hütigtags“ werde so oft gemäht, dass die Gräser nicht mehr absamen könnten. Schon jetzt gebe es nur noch Löwenzahn. Wenn einer mähe, mähe der ander einmal mehr und so gehe mit den Jahren alles dahin. Leider können wir dem Mann nicht widersprechen.

Auf die Elterngräber pflanze ich eine Erdbeerstaude neben Nelken, Lavendel, Thymian und Glockenblumen, streue noch ein paar Ringelblumensamen dazwischen.

In der Kirche übt der Organist ein Kleines Präludium von J.S. Bach. Er werde es an einem Konzert am 20. September in der Kirche Uetendorf spielen. Wir seien dazu eingeladen.

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