Hallo, Ima! Mir hei dr Mond gseh. I gloub, es isch no nid Vollmond, aber i ha grad a di ddänkt wägem Blog, wil du immer Vollmondbilder suechsch u machsch. Und darum hani no es paar Fotos uf Mama ihrem Handy gmacht.

Sprachnachricht zu den Mondfotos von meiner kleinen Enkelin Mira am 21.05.24. Danke!

Bild aus Der Bund, 23.04.2024, S. 28:

Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu Niesreflexen seien nur spärlich vorhanden. Niesen könne u.a. durch Stoffe in Pollen, Lösungsmittel, Menthol und helles Licht verursacht werden. Mondlicht wird heute keine Nasenschleimhäute reizen. Das Wetter in Bern ist winterlich grau und kalt, 2°. Vorletzte Nacht bestellte ich 10 Kilo Vogelfutter für Wildvögel.

Das Osterwetter ist durchzogen von Wolken, Wind und wenig Sonne. Früh am Samstagmorgen kaufe ich zusammen mit meinem Schwiegersohn ein. Ich schlage vor, dass wir endlich den ziemlich zerknitterten Bon für 2X Frühstück im Resi des Orangen Riesen einlösen: Ermässigung Fr. 3.-. Nicht vergebens hasse ich solche Gutscheine – werfe sie trotzdem nicht konsequent weg. Dieser ist nämlich nur Di, Mi und Do bis 11:00 Uhr einlösbar. Am Nachbartisch sitzen etwa acht ältere Männer vertieft in lebhaftem Gespräch in Türkisch. Sie verbringen jeden Vormittag hier und brechen dann kurz nach halb 12 gleichzeitig auf. Mein Begleiter betrachtet sein Körnergipfeli und die Erdbeerkonfi auf seinem Teller: „Was denken sich die Türken, wenn ich das alles esse?“ Ach ja, es ist ja Ramadan. Ich stehe auf und stelle fest, dass am dicht gedrängten „Stammtisch“ tatsächlich rein gar nichts konsumiert wird.

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Wurmmond, ich habe dich verpasst. Nicht im Kalender, aber am Himmel. Hängt das mit der Halbschattenfinsternis zusammen, dass meine Schlafstube nicht erleuchtet wurde? Nun nimmst du schon seit 4 Tagen wieder ab – bescheiden, Schritt für Schritt, wie’s fürs erfolgreiche Abnehmen eben richtig ist. Zauberhafte Vollmondbeiträge zum richtigen Datum immer hier, danke!

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Es ist 05:12 Uhr. Eben habe ich eine Oogle-Suche „schrägband waschen vor verarbeitung“ gemacht und subito Antworten gekriegt: Nein! Frühmorgens eine klare Antwort auf eine Frage zu erhalten, ist beruhigend. Ich steppe das Schrägband ungewaschen an die runde Tischdecke.

Es sind eigenartige Zeiten, in welchen einem die Gedanken durch den Kopf poltern und zu welchen ich keine passenden Worte finde. Wenn ich meine trotz beigelegtem Apfel blühunwilligen Bromelien giesse – in die Trichter der Blattrosetten – höre ich ein feines Knacken, wie das Brechen eines trockenen Ästchens. Ich stelle mir vor, dass das die Hoffnung sein könnte, die stirbt.

Letzthin recherchierte ich für das Lexikon die biografischen Daten einer Berner Schriftstellerin. Für das Todesanzeigenportal brauchte es ein Login. Nach meiner Anmeldung wurde ich fündig, aber nun erhalte ich alle paar Tage von „tap“ die aktuellen Todesanzeigen 3000 Bern/BE und Umkreis von 15 km. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich mich aus dieser tap-Liste abmelden kann. Es eilt ja nicht, und schadet nicht, wenn ich heute kurz an die mir unbekannten Verstorbenen Barbara Megert, Erna Messerli, Ruth Hallauer und Vera König denke.

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Brisville, Jean Claude, Bour, Danièle : Ein Winter im Leben des grossen Bären – Eine Freundschaftsgeschichte, München: Praeger, 1973, ISBN 978-3779-69517-2

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Es waren so richtig harzige „helige“ Tage (mein Vater sagte „helig“). Ich bin froh, dass mit Dreikönige nun alle vorbei sind und der Januar – im Gegensatz zu meinem Tappen – schon zielgerichtet seinem Ende entgegen stürmt. Lichtblick an den grauen Hochnebeltagen war die Blogk-Familie. Über die Festtage fanden mit diesen und jenen Besucherinnen und Besuchern mehr als 40 Gläser in meine Küche zurück, …

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Neuer Stoff für schlaflose Vollmondnächte angelesen von unten nach oben:

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Vorgesehen war – wie in den letzten fünf Jahren – ein Adventskalender mit 24 Fenstern. Jedes sollte einer Frau gewidmet sein, die für mich wichtig ist oder einmal wichtig war. Ich habe mir zuviel vorgenommen.

Der Engel für meine Weihnachtskarte liess auf sich warten. Kurz vor Heilig Abend „flüdderte“ dann doch noch so ein kleiner herbei und schmückte meinen Baum mit Rosen. Diese Karte habe ich im Umschlag mit Weihnachtsmarke 26x verschickt.

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Über Wassermangel machte ich mir in meiner Jugendzeit überhaupt keine Gedanken. Da waren die Brunnen vor den Bauernhäusern, die Feuerweiher, der Gäbelbach, die Gürbe, die Emme, die Sense, die Saane, die Aare, der Fallbach, die Seen und die Alpen – alles Wasserreservoirs. Manche Bauern besassen sogar eine eigene Quelle. Erst als ich vor 60 Jahren Eva begegnete, fing ich an, über Wasser nachzudenken. In ihrem Garten, mehr einem Gärtchen, hatte sie sich auf Sukkulenten beschränkt. Zwischen den Kakteen gab es besonders geformte Steine und Wurzeln, die meine Freundin von ihren Wanderungen durch Wüsten und Wadis mitgebracht hatte. Mit einem altmodischen Wasserkrug trippelte Eva jeden Abend durch ihren „Gan“, prüfte jedes Pflänzchen, verabreichte da ein Schlückchen, dort einen grosszügigen Schluck. Welche Freude, wenn sich hier eine zarte Blüte oder eine stachelige Knolle zeigte – gelb, rosa, weiss – und dort eine neue Rosette oder ein Minipälmchen.

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Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt …

… und manche Tanne ahnt wie balde

sie fromm und lichterheilig wird.

Und lauscht hinaus: den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke
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Die Kerzen auf der Tanne neben dem Glockenturm leuchten schon seit zwei Wochen. Die Weihnachtlaternen der Kinder sind vor dem Kirchturm aufgebaut. Der Hausmeister wartete die letzte Windböe ab und stellte den Stern aufs Blockdach. Dazu wurde die Krippe, ein Sammelsurium von Figuren aus den Schubladen der alten Bewohnerinnen, vom Sternenmeister und seiner Tochter ins Fenster des Gemeinschaftsraumens drapiert. Ums Jesulein gibt’s ein Gedränge von mehreren Eseln, einem Bernhardinerhund, …

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Erst heute nehme ich mir Zeit, mich über die bevorstehende Gesamterneuerung des Bundesrates am 13. Dezember zu informieren. Von Chaos, Störmanövern, Gerüchten über Geheimpläne und sogar Drohungen ist die Rede – richtiggehendes Rumoren unter der Bundehauskuppel (SRF) wie draussen in der grossen Welt. Auch wird emsig unter scharfen Augen an verschiedenen Netzen gestrickt:

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Heute hast du, liebe, grosse Tochter Geburtstag. Die Kerze fürs neue Lebensjahr habe ich in aller Frühe auf dem Balkon angezündet und dem Wintermorgen herzliche Wünsche mitgegeben. In diesen Tagen krame ich wieder einmal in meinen Archivschachteln. Dabei kam mir das Foto mit dem kleinen Lobsang in Dharamsala (1978) gerade in die Hände.

Den diesjährigen Blogk-Adventskalender widme ich Frauen, denen ich in meinem Leben begegnet bin und die ich nicht vergessen möchte. In Erinnerung an Rigzin, die freundliche, hilfsbereite Mitarbeiterin in „unserem“ Guesthouse. Nach ihrer strapaziösen Flucht aus Tibet fand sie in Dharamsala Arbeit und eine neue Heimat.

Das festlich glitzernde Karussel hängt in meiner Küche. Es ist ein Geschenk von meiner Tochter Tanja. Im Öffnen von Türchen bleiben auch Erwachsene Kinder, sind einen Moment andächtig gespannt, welches Bild sich dahinter verbirgt. In dieser dunklen Zeit schätzen wir wieder die kleinen Freuden.

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Es wäre an der Zeit, endlich die Fenster eins nach dem anderen zu öffnen. Finde ich doch noch den „Rank“, einen Adventskalender 23 zusammen zu stellen? Ich erinnere mich nicht, in meinem langen Leben einmal so kraft- und hoffnungslos gewesen zu sein.

In einem berührenden Blogbeitrag berichtet eine Israelin über ihr Leben, das sich von einem beschwingten Vorher in ein erdrückendes, schwarzes Nachher aufgeteilt hat. Nach ihrem Familienbesuch in der Schweiz schreibt sie:

Es gibt tatsächlich noch ein Leben dort, in diesem Vorher. Die Menschen führen ihren Alltag einfach weiter, wie gewohnt.

Für meine Familie und mich gibt es nur ein Weitermachen, sei’s im Block, mit Kindern und Jugendlichen in Schule und Freizeit, als Vorgesetzte am Arbeitsplatz, an der Uni, mit Freunden, die uns zum Glück im Nachher erhalten geblieben sind oder beim Einkaufen im Orangen Riesen.

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Simone Dinnerstein spielt aus der Suite Bergamasque von Claude Debussy den 3. Satz Clair de Lune

Tout suffocant
Et blême, quand
Sonne l’heure,
Je me souviens
Des jours anciens
Et je pleure

Paul Verlaine : Chanson d’automne

Meine Freundin mit bolivianischen Wurzeln weist mich jedes Jahr auf den Día de los Muertos hin. Obwohl wir in dieser protestantischen Gegend mit dem Brauchtum zu Allerheiligen und Allerseelen nicht vertraut sind, nehme ich mir vor, die Gräber der Eltern rechtzeitig von Verblühtem zu befreien, zu jäten und die mehrjährigen Stauden zurückzuschneiden. Mit meinem Schwiegersohn N. fahre ich durchs sattgrüne Köniztäli, wo die Fenster der properen Häuser mit Vorhängen und traditionellem Blumenschmuck umrahmt sind. Schwaze Büffel, Lamas, Schafe und Pferde weiden und allergattig Katzen lauern vor Mauselöchern. Auf der Höhe angekommen, liegt einem eine Bilderbuchlandschaft zu Füssen: strahlend weisse Alpen bis hinein ins Luzerische, die vom ersten Schnee gepuderten Voralpen mit Niesen, Stockhorn, Nünenen und Gantrisch, bewaldete Hügel, der Thunersee, das Gürbetal, durch den Belpberg getrennt vom Tal der Aare.

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Barbra Streisand 1978, abgerufen auf youtube 10.10.2023/chm

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